Trockenmauern

Der VfN baut und betreut Trockenmauern in der Gemarkung. Die heimische Tier und Pflanzenwelt hat sich die jahrhundertealte Tradition, Steine ohne Mörtel aufzusetzen längst erschlossen. So entstehen rund um das Mauerwerk neue Lebensräume für für bedrohte Tierarten,  Wildbienen, Insekten, sonnenhungrige Eidechsen und Schlangen, oder auch Singvoegel. In jeder Trockenmauer finden sich Hohlräume für Eidechsen oder Spitzmäuse und Nistmöglichkeiten für Vögel und  Insekten – oder werden entsprechend eingebaut.

In Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft der Rauenberger Winzer entsteht auf dem ehemaligen Landfried-Weinberg am Mannaberg ein historischer Weinberg, der sich zu einer Begegnungsstätte der besonderen Art entwickeln soll.
In den Jahren 2008 und 2009 erstellte der VfN zwei Natursteinmauern von ca. 25m Länge und einer Höhe von ca. 1,1m. Außerdem wurde ein Rondell angelegt, das eine Höhe von ca. 2,5m hat und deshalb aus besonders großen Steinen besteht.
Insgesamt wurden in 500 Arbeitsstunden 80 Kubikmeter Material bewegt und verbaut.
Bei allen 3 Bauwerken sind auch Sitzgelegenheiten angelegt.

Nistkästen

Das Aufhängen von Vogelnisthöhlen stellt für den Vogelfreund die einfachste Möglichkeit dar, etwas für den Schutz der heimischen Vogelwelt zu tun. Es fördert zudem eine natürliche, umweltgerechte Schädlingsbekämpfung ohne Gift, da alle höhlenbrütenden Singvögel ihre Jungen mit tierischer Nahrung versorgen.

Es ist allerdings wichtig das nicht immer die gleichen Nistkästen aufgehängt und einseitig immer dieselben und die häufigsten Vogelarten gefördert werden. Der VfN betreut zum Beispiel auch Schleiereulen, Turmfalken und Fledermaus Nisthilfen.

Hohlwege und Streuobstwiesen

In Streuobstwiesen können zwischen 2.000 und 5.000 Tierarten beheimatet sein. Den größten Anteil nehmen dabei Insekten, wie Käfer, Wespen, Hummeln und Bienen ein. Auch die Vielfalt der Spinnentiere und Tausendfüßer ist groß.

Die alten hochstamm Obstosorten, die auch heute noch traditionell im Streuobstanbau verwendet werden, wurden zu einer Zeit entwickelt, als Pflanzenschutzmittel gar nicht oder nur sehr eingeschränkt zur Verfügung standen. Sie sind daher gegenüber Krankheiten und Schaderregern als besonders robust einzustufen.

Aus Bemühungen, diese im Sinne des Naturschutzes hochwertige Kulturlandschaft zu erhalten, entstand der Slogan „Mosttrinker sind Naturschützer“, der ab 1982 als Synonym für eine Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz verbreitet wurde. Mit der Forderung „faire Preise auch Streuobstbauern“ entstand die heutige gängige Definition für Streuobstbau: Hochstamm-Obstbau ohne Einsatz synthetischer Behandlungsmittel.